Nicht einmal zwei Zeilen

Eigentlich wollt’ ich zum guten Schluss
Ein paar Verse für dich dichten
Als Geschenk von mir zu dir
Über dich und uns berichten

Ein paar Reime sollten's sein
wie ich unsere Liebe fand
Mit Gefühl, Romantik, Klasse
Heiter, gelassen und amüsant

Als Inspiration hab’ ich Schlager gehört
Helene, Andrea, den Wendler sogar
Das hat mich leider zutiefst verstört
Zurückgeworfen - es ist mir jetzt klar

Als nächstes fiel mir Kino ein
Hab’ mich auf Schnulzen konzentriert
Doch selbst der Hase ohne Ohren
Hat mich nicht wirklich inspiriert

Dann ein Buch, romantisch, schön
Mit roten Rosen als Coverbild
Schon bald schlief ich ein
War ohne Idee, doch total gechillt

Ich gebe es auf, mir fällt nichts ein
Du reichst nicht einmal für zwei Zeilen
So habe ich dich ad acta gelegt
Will mich nie mehr mit dir langweilen


Neulich in Edinburgh

Als ich mich dort im Pub befand
Mit einem Whisky in der Hand
Kam zu mir hin der Sensenmann
Und sprach mich von der Seite an
Er sagte: Es wird Zeit, mein Sohne
Denn die Engel warten schon
Oder fährst du unten ein
Da würd’ ich mir nicht sicher sein

Er griff nach meiner rechten Hand
Wo sich das Whiskyglas befand
Dies Handeln ließ mich jäh erwachen
Ich rief: Das kannst du doch nicht machen
Erkläre mir, was dies hier soll
Mein Glas, es ist ja noch halb voll
Das Lebenswasser stehen lassen
In deinem Schrank fehlt es an Tassen

Doch will ich heute nicht so sein
Come, Keeper, schenk dem guy was ein
Hat er den Himmelstrunk probiert
Ist er bestimmt nicht mehr verwirrt
Und lässt das Jenseits Jenseits sein
Ich fahr heut nirgendwo mehr ein
Voll Argwohn nippte der Geselle
An seinem Glas und auf der Stelle

Verklärte sich sein düsterer Blick
Er seufzte: Welch ein großes Glück
Ließ mich genau an dich geraten
Ich wird’ mit meinem Auftrag warten
Doch sei dir sicher, guter Mann
Wir sehen uns wieder - irgendwann ...


Kumpel, Gent und Lover ...

Für alle jungen Kerle
Die bisher unbeweibt
Hab ich hier die Gewissheit
Dass das nicht immer bleibt

Habt etwas mehr Geduld
Es lohnt sich allemal
Ihr werdet langsam älter
Das ist zum Glück normal

Schlaflos und voller Pläne
War für mich manche Nacht
Ich machte all die Fehler
Die ihr jetzt gerade macht

Es dauert ein paar Jahre
Die häufig voller Plagen
Doch schließlich wird die Weiblichkeit
Die Holde dieses sagen

Sieh diesen Kerl dort vorne
Wohl in den besten Jahren
Beziehungskompatibel
Romantisch und erfahren
Er händelt alles super
Die Partnerschaft, den Job
Hat meistens gute LauneI
st nie und nimmer grob

Kann putzen, kochen, spülen
Staubsaugen und auch fegen
Willst du ein neues Gartenhaus
Kann bauen er und sägen

Einkaufen ohne Liste
Den Müll zur Tonne bringen
Das macht er ohne nachher
Ein Jammerlied zu singen

Ach so ein Kerl, ein Graubart
Grad in den besten Jahren
Er hat zwar kaum noch Haare
Doch ist er kampferfahren

Zwar muss er mal verschnaufen
Braucht öfter mal auch Pausen
Doch lässt er für sein Mädchen
Den Fußballsamstag sausen

Glaubt mir, ihr jungen Typen
Das war kein Kinderspiel
Doch kommt ihr in die Jahre
Dann seid auch ihr am Ziel

Seid für sie unverzichtbar
Seid Kumpel, Gent und Lover
Und wenn es für euch besser ist
Seid ihr auch undercover


Ladykiller

Komm, mein Freund,
Ziehen wir noch einmal
Um die Häuser
Drehen unsere Runde
Durch die Kneipen
Sind wieder Kumpel
Wie einst
Gehen miteinander
Durch dick und dünn
Komm, mein Freund,
Seien wir noch einmal
Die Ladykiller
Reißen alle scharfen Weiber auf
Weißt du noch
Die kleine Rothaarige
Mit dem süßen Knackarsch
Auf die hatte ich
Ein Auge geworfen
Heute suche ich meine Brille
Und lese die Tageszeitung

Darum komm
Mein Freund,
Das letzte Bier
Haben wir schon oft getrunken
Aber noch nie das allerletzte


Am Strand
(Klapphornverse, erster Versuch)

Zwei Damen gehen oben ohne
Am Strand an die Bikinizone
Und weil sie’s Höschen ganz vergessen
Trägt Frau ein Feigenblatt stattdessen

Zwei Herren bleiben staunend stehen
Der eine ist fast nicht zu sehen
Sein Bierbauch ist nur Schuld daran
Denn erst kommt der und dann der Mann

Der mit dem Bierbauch lächelt, denn
Er ist ein rechter Gentleman
Quält sich aus seiner Hose raus,
sie reicht für beide Damen aus.


Start in den Tag

Jeden Morgen schaue ich in dein Gesicht,
lachende Augen, so voller Liebe.
Jeden Morgen höre ich deine Stimme,
dein Morgengruß, geflüsterte Zärtlichkeit.
Jeden Morgen Kaffeegespräche voller Lachen.
Ein wundervoller Start jeden Tag in den Tag.


Ach wäre ich ...
Ach wäre ich der Sommer
Ich würde dich nach einem kühlen Bad wärmen
Dich sanft umfangen
Und mit warmer Luft umschmeicheln

Ach wäre ich der volle Mond
Ich würde Dich nach Hause begleiten
Dann durch Dein Fenster spinzen
Und Deine entblößte Haut streicheln

Ach wäre ich ein Regentropfen
Ich würde in Dein Dekolletee fallen
Ich blieb für immer darin
Und verzichtete auf alle Wolkenbrüche

Sie weiß es nicht ...

Sie weiß es nicht
Doch Leben hat sie schöner noch gemacht
Sie wird umschmeichelt von dem Zauber
Den gelebte Zeit zu ihr gebracht


Forever love

Manchmal flucht sie laut
Die Lieblingsjeans ist ihr zu eng
Sie ist ihr größter Kritiker
Ist mit sich selbst zu streng

Dann starrt sie böse auf ihr Spiegelbild
Wirkt seltsam kalt
Zuckt traurig mit den Schultern
Schau, was bin ich alt

Manchmal streift ein Sonnenstrahl
Ihr schlafendes Gesicht
Und es erstrahlt sehr sanft
Im ersten Morgenlicht

Gleich einem Edelstein
geschliffen nur vom Leben
Für mich wird es in dieser Welt
Nie eine Andere geben


In den Wolken
Ich stehe hier, schau in die Wolken
Und frag’ mich, wo du gerade bist
Wie es wohl aussieht so weit oben
Und ob du mich denn auch vermisst

Erinnerungslächeln, leise Wehmut
Ein sanftes Streicheln, du bist hier
Und bist du auch vorausgegangen,
So bleibst du doch ein Teil von mir


Angekommen

Es ist wieder so weit
Früh in diesem Jahr
Die Tage kürzer
Die Sonne kraftlos
Zugvögel am Himmel
Machen mich ruhelos
Wecken alte Sehnsüchte
Leise der Lockruf
Würde gern mitfliegen
Und doch wieder nicht
Weiß nicht
Liegt das an dir?
Wirre Locken
Das Mundwerk laut
Gespitzte Krallen
Eigensinnig
Starrköpfig auch
Das Herz groß
Das bist du
Voller Liebe
Verschenkst du dich
Bedingungslos
Gibst Ruhe und Kraft
Erdest mich
Mädchen
Wo du bist
Ist mein Nabel der Welt
Weiß endlich
Was mir immer
Gefehlt hat
Halte dich fest
Lass auch du
Mich nicht los
Wo du bist
Bin ich endlich
Zu Hause

Es ist wieder so weit
Zugvögel am Himmel
So früh dieses Jahr
Eindringlich der Lockruf
Aber ich bleibe
Für immer


Unterwegs

Rechts und links der Straße
Fahles Dämmerlicht
Der Morgen reckt sich zögernd
Zeigt grau sein Gramgesicht

Terminal, Checkin, Zeitung
News, schon überholt
Lauwarmer bitterer Kaffee
Er schmeckt nicht, doch was soll’s

Gedanken kreisen träge
Wie gerne wäre ich bei ihr
Würd ihren Schlaf behüten
Spür sie noch warm an mir

Hielt sie in meinen Armen
Die ganze lange Nacht
Erlebte Liebe, lieben
Durch sie, sehr sanft und sacht

Sie ist für mich die Liebe
Das weiß ich ganz genau
Und diese kleine Lady
Ist meine Zauberfrau


Manchmal leben wir Geschichten

Manchmal leben wir Geschichten,
die wir selbst gar nicht erlebt.
Graben nach den großen Schätzen,
die ein anderer für uns hebt.

Sind wie Bilder auf der Straße,
die im Regen schnell vergehen.
Gestern in den schönsten Farben,
heute nur noch schwach zu sehen.

Lieben ab und zu den Falschen,
denn er liebt uns nicht zurück.
Und das Glück nicht mehr zu suchen,
ist für uns ein großes Glück.


Erinnerung

Noch immer höre ich
Den Wind
Und die Brandung
Sehe den sonnenheißen Strand
Wo wir uns liebten
Schmecke das Salz auf deinem Körper
Und deine Lust
Heiße Haut unter meinen Lippen
Spüre die Glut in deinem Schoss
Wir liebten uns Für einen Wimpernschlag
Der Ewigkeit
Die Erinnerung ist geblieben
Wie ein Traum
Umhüllt sie mich
In schlaflosen Nächten


Traumzeit

Ich träumte von euch heut` Nacht
Ihr wart so klein
Babys halt, süß und kuschelig
Mit dem besonderen Duft

Habe euch beschützt
Euch das Laufen beigebracht
Den Geschmack der Welt gezeigt
Ihr wart so schnell erwachsen

Heute schaue ich zu euch auf
Bin stolz auf euer Leben
Auf all die Dinge
Die ihr bewältigt habt

Hab’ eure Kinderzeit nie vergessen
Egal, wie lang sie vorbei ist
Nun seid auch ihr selbstbewusste Väter
Und bleibt doch meine Kinder.


Flieg mit dem Wind

Du schaust den Schwalben hinterher
Und auch den Möwen überm Meer
Fliegst mit als blinder Passagier
In jedem Flugzeug über dir

Du kommst und gehst, wie die Gezeiten
Und wartest auf Gelegenheiten
Um meine Schwerkraft nicht zu spüren
Ich habe Angst dich zu verlieren

Nun stehst du schweigend neben mir
Bist in Gedanken nicht mehr hier
Willst weiter, blickst nicht mehr zurück
Lebst doch nur für den Augenblick

So bleib ich in der Gegenwart
Und geb’ dir mein Okay zu Start
Der Countdown läuft, die Zeit verrinnt
Ich lass dich los, flieg mit dem Wind.

Doch plötzlich nimmst du meine Hand
Du ziehst mich aus dem sicheren Stand
Ich will mit dir das fliegen lernen
Und lass mich fall’n, hoch zu den Sternen.


Wonderland

Wunderland,
Jeder hat davon gehört
Doch niemand kennt es
Es wird gesagt
Dass es nicht weit weg wäre
Jedenfalls näher als du glaubst

Wunderland
Jeder sucht es
Doch niemand findet es
Wunderland
Der einzige Ort
Der uns für immer bleibt.


Du bist ...

Du bist schön, meine Geliebte
Strahlst in warmen Farben
Erhellst meine dunklen Nächte
Mit deinem sanften Schimmer

Du bist wahrhaftig, meine Schöne
Mit leisen Tönen linderst du
Fängst mich auf
Wenn ich zu straucheln drohe

Du bist stark, meine Gefährtin
Trotzt den tosenden Stürmen
Egal wohin das Lebensschiff uns trägt
Zusammen können wir nicht kentern

Du bist einzigartig, meine Liebste
Voller Liebe und Leben
Geben ohne fordern
Das bist du

Du bist meine Frau
Darauf bin ich stolz


Stille Freude

Stille Freude umfängt mich
Denn du begleitest mich durch meinen Tag
Wo immer ich auch bin
Mein Navi sagt: zu Hause
Und meint doch nur dich
Möchte dichBewahren
Vor allem Unbill
Behüten
Wenn du es zulässt
Beschützen
So gut ich es vermag
Willst du bei mir bleiben
Wenn du dich traust
Das Wagnis einzugehen
Mit mir